Labor-Ringversuch

für partikuläre Messsysteme
nach VDA 19 Teil 1


Was ist ein Labor-Ringversuch?

Ein Labor-Ringversuch ist eine Methode der externen Qualitätssicherung für Messsysteme. Es werden identische Vergleichsproben mit den gleichen Abläufen, aber unterschiedlichen Messsystemen untersucht. Der Vergleich der Ergebnisse erlaubt es, Aussagen über die Messqualität der beteiligten Messsysteme zu treffen.

Warum Labor-Ringversuche?

Betriebseigenen Laboratorien wird empfohlen im Rahmen ihres Qualitätsmanagementsystems regelmäßig ihre Messsysteme überprüfen zu lassen und dies gemäß DIN EN ISO 9001 in ihr Qualitätsmanagementhandbuch mit aufzunehmen.

Für akkreditierte Prüflabore ist es Pflicht, im Rahmen staatlicher Zulassungsverfahren regelmäßig an Labor-Ringversuchen teilzunehmen. Gemäß der Norm DIN EN ISO/IEC 17025 wird sogar jährlich eine Teilnahme gefordert. So soll die Qualität ihrer Ergebnisse gesichert und ihre Kompetenz belegt werden.

Wie viel kostet die Teilnahme?

Die Gebühr für ein Messsystem, das sich am Labor-Ringversuch beteiligen will, beträgt 550 Euro*, für CEC-Mitglieder 300 Euro*. Weitere teilnehmende Messsysteme erhalten einen Rabatt. Bitte setzen Sie sich diesbezüglich mit uns in Verbindung.

Wann wird der Labor-Ringversuch durchgeführt?

Zunächst werden nur zwei Labor-Ringversuche pro Jahr angeboten. Ein Labor-Ringversuch startet, sobald 40 Messsysteme gemeldet sind. Daher ist es wichtig, sich rechtzeitig anzumelden.

 

Wie funktioniert der Labor-Ringversuch?

  1. Ein Laboratorium meldet seine verschiedenen Messsysteme*, unabhängig vom Hersteller, für den Labor-Ringversuch an. 
  2. Dem Laboratorium wird im Rahmen des Labor-Ringversuchs ein Testfilter zur Verfügung gestellt, welcher pro angemeldetes Messsystem nach der Standardanalyse der VDA 19 Teil 1 geprüft wird.
  3. Die vorhandenen Daten aller Teilnehmer werden von dem unabhängigen Anbieter Cleaning Excellence Center vertraulich ausgewertet
  4. Jeder Teilnehmer erhält für jedes angemeldete Messsystem einen anonymisierten Ergebnisbericht, bei dem er seine eigenen Ergebnisse mit denen der anderen vergleichen kann. 
  5. So wird der Teilnehmer befähigt, potentielle Schwachstellen zu erkennen und zu beseitigen.
  6. Jedes erfolgreich teilgenommene Messsystem erhält eine CEC-Plakette, die Auditoren sofort erkennbar macht, wann der letzte Labor-Ringversuch an diesem Messsystem durchgeführt wurde. 

* Ein Messsystem ist im Labor-Ringversuch des Cleaning Excellence Centers definiert als ein lichtoptisches Messinstrument und der Person, welche die manuelle Nachkontrolle durchführt. Für den Labor-Ringversuch sind Stereo-Mikroskopie-Systeme, Zoom-Mikroskopie-Systeme, Material-Mikroskopie-Systeme und Flachbettscanner zugelassen. 

Das Messinstrument muss die erforderlichen Voraussetzungen zur vollständigen Durchführung der Standardanalyse der VDA 19 Teil 1 mit sich bringen. So wird sichergestellt, dass die Labor-Ringversuche herstellerunabhängig und gemäß VDA 19 Teil 1 durchgeführt werden. 

Pressemitteilung (16.06.2016)


Ein Plus für Qualität und Sicherheit

Das Cleaning Excellence Center (CEC) Leonberg bietet seit kurzem einen unabhängigen Labor-Ringversuch für partikuläre Messsysteme nach VDA 19 Teil 1 für betriebseigene und akkreditierte Prüflabore an.

Pro Jahr finden drei Ringversuche statt, an denen maximal 40 Messsysteme teilnehmen können. Zugelassen sind alle Messsysteme, die die Bedingungen der VDA 19 Teil 1 erfüllen. Zum Abschluss gibt es einen ausführlichen Bericht und eine Prüfplakette. Die neue Dienstleistung stößt in eine Lücke. „Für partikuläre Messsysteme wurden bisher keine Labor- Ringversuche angeboten“, sagt CEC-Geschäftsstellenleiter Christian Siegert. „In dem Ringversuch werden identische Vergleichsproben mit den gleichen Abläufen, aber unterschiedlichen Messsystemen untersucht. Ein Messsystem definieren wir als ein lichtoptisches Messinstrument und die Person, die die manuelle Nachkontrolle durchführt. Wir messen Partikel ab 50 µm, gemäß den Größenklassen der VDA 19 Teil 1 bis über 3.000 µm. Der Vergleich der Ergebnisse macht Abweichungen deutlich und ermöglicht es den Beteiligten, potenzielle Schwachstellen im Messsystem zu erkennen und zu beseitigen. Für die teilnehmenden Betriebe und Labore bedeutet das ein Mehr an Qualität und eine höhere Zuverlässigkeit ihrer Ergebnisse.“ Für akkreditierte Prüflabore sei es sogar Pflicht, regelmäßig an Labor-Ringversuchen teilzunehmen, betont Siegert. Gemäß der Norm DIN EN ISO/IEC 17025 solle das sogar einmal jährlich passieren. Und auch Betriebslaboren werde empfohlen, ihre Messsysteme im Rahmen ihres Qualitätsmanagementsystems regelmäßig überprüfen zu lassen und dies gemäß DIN EN ISO 9001 in ihr Qualitätsmanagementhandbuch mit aufzunehmen.

Das Partikel-Normal beziehungsweise der Testfilter, auf dem der Ringversuch basiert und das die Vergleichbarkeit der Messergebnisse sicherstellt, wurde vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) erstellt. Siegert bringt das Partikel-Normal persönlich zu den beteiligten Firmen. „Wir möchten unsere Kunden bei der Durchführung der Ringversuche eng begleiten, um eine bestmögliche Vergleichbarkeit der Ergebnisse zu garantieren und eventuell auftretende Fragen sofort zu klären“, erklärt Siegert den speziellen Service.

Der Flyer zum Labor-Ringversuch, dessen Konzept mit Unterstützung der Wirtschaftsförderung Region Stuttgart GmbH entwickelt wurde, kann auf der Website des CEC www.cec-leonberg.de heruntergeladen werden. Für weitere Informationen steht Geschäftsstellenleiter Christian Siegert zur Verfügung.